Der Maschinenbauer Mayer & Cie. aus Albstadt (Baden-Württemberg) meldet Insolvenz an: 280 Jobs sind betroffen.
Der schwäbische Maschinenbauer Mayer & Cie. hat Insolvenz in Eigenverwaltung angemeldet. Grund sind massive Umsatzverluste, die durch internationale Konkurrenz und steigende Kosten verursacht wurden.
Traditionsfirma in der Krise
Die Insolvenz erfolgt im Jubiläumsjahr des Unternehmens, das im Juli 120 Jahre alt wurde. Der Umsatz ist um fast 50 Prozent gesunken, während die Kosten gestiegen sind. Rund 280 Mitarbeiter sind betroffen und erhalten vorerst Insolvenzgeld. Der Hauptsitz des Unternehmens befindet sich in Baden-Württemberg, weitere Standorte existieren in Tschechien und China.
Herausforderungen für die Branche
Mayer & Cie. gilt als Weltmarktführer bei Strickmaschinen, die in der Textil- und Automobilindustrie eingesetzt werden. Auch Flechtmaschinen für die Luftfahrt sowie die Öl- und Gasindustrie gehören zum Produktportfolio. Absatzmärkte wie Indien und die Türkei zeigen derzeit schwache Nachfrage, da viele Kunden zu günstigeren Produkten ausweichen.
Unterstützung durch Insolvenzverwalter
Die Geschäftsführung bleibt während des Insolvenzverfahrens im Amt. Insolvenzverwalter Martin Mucha betont, dass die Kernkompetenzen des Unternehmens gesichert werden sollen. Bereits 2009 hatte Mayer & Cie. eine Sanierung erfolgreich durchlaufen.
Branchenweite Probleme
Die Situation von Mayer & Cie. spiegelt die Herausforderungen wider, mit denen viele deutsche Maschinenbauer derzeit konfrontiert sind. Hohe Energiepreise, teure Finanzierungen und eine schwächelnde Nachfrage setzen die Branche unter Druck. Laut Umfragen denkt fast jedes vierte Unternehmen über Stellenabbau nach, insbesondere Nischenanbieter sind betroffen.
Ausblick für die Familie Mayer
Für die Familie Mayer, die das Unternehmen in vierter Generation führt, stellt die Insolvenz einen schweren Rückschlag dar. Die Zukunft des Weltmarktführers wird sich in den kommenden Monaten entscheiden.


